Was steckt eigentlich hinter dem Begriff "Cloud"?

Und wer in Ihrem Unternehmen kann von den einzelnen Szenarien profitieren?

Die technologische Welt verändert sich rasch: Produkte und Technologien, für die wir vor wenigen Jahren einen Begriff gelernt haben, mögen heute völlig anders heißen. Es gibt auch Fälle, in denen eine Technologie so rasant weiterentwickelt wurde, dass sie mittlerweile viel mehr kann, als die Allgemeinheit von ihr im Kopf hat. Beim Thema Cloud ist das auch oft der Fall: denn diese Technologie bietet heute viel mehr, als der Ansatz, Dokumente, Daten und/oder Applikationen in die Infrastruktur eines Public Cloud Providers zu schieben. Obwohl dies immer noch ein gängiges Szenario ist, ist das bei weitem nicht die einzige Einsatzmöglichkeit.

Im Folgenden stellen wir Ihnen 3 mögliche Use Cases vor, die Sie auch in Ihrem Unternehmen umsetzen und sich damit einen spürbaren Wettbewerbsvorteil sichern können.

Cloud, die Grundlage für gute Zusammenarbeit

Der Use Case, wofür Cloud Technologien heutzutage am häufigsten eingesetzt werden, ist der Ansatz, in dem Applikationen und Daten in der Cloud bereitgestellt werden und dadurch einen orts- und gerätunabhängigen Zugriff auf geschäftliche Inhalte und Dienste ermöglichen. 
Doch auch wenn die Vorteile klar sind, haben viele Unternehmen Sicherheitsbedenken. Mittlerweile sind jedoch diese Lösungen flexibler und sicherer als ein selbstbetriebenes Rechenzentrum und daher sind diese Zweifel nicht gerechtgertigt. Mit den entsprechenden Vorbereitungsmaßnahmen, einem fundierten Umsetzungsplan und einem erfahrenen Implementierungsteam sind Ihre Daten in der Cloud sicherer denn je. Die Vorteile, die Sie durch den Einsatz von Cloud-Technologien in Ihrem Unternehmen schaffen sind vielfältig: unter anderem vereinfachte und effektive Zusammenarbeit, fehlerfreie Versionierung sowie schnelle Freigabeprozesse. Mehr zum Thema später auf unserem Blog.

Cloud-Native als Architekturansatz

Die Cloud hat auch in der Entwicklerwelt eine Reihe von Innovationen vorangetrieben: Cloud-native ist der Ansatz, in dem Anwendungen bereits vom ersten Tastendruck so konzipiert werden, dass sie auch in der Cloud lauffähig sind. Die Methodik, alte Applikationen ohne Änderungen in eine Cloud-Umgebung zu schieben (Lift & Shift) ist zwar möglich, aber in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Denn Sie können den meisten Nutzen aus der Cloud oder einer lokalen Container-Infrastruktur ziehen, in dem Sie bzw. Ihr Entwicklerteam die Anwendungen von Anfang an auch entsprechend programmieren. 

Da die Dienste einer cloud-native-entwickelten Applikation in der Regel auf einer PaaS-Basis laufen und dadurch nun unabhängig von der eigenen Hardware sind, können solche Anwendungen je nach Nutzungsbedarf automatisch nach unten oder hochskaliert werden. Dies gewährleistet erhöhte Ausfallsicherheit und hilft dabei, kostenintensive Infrastruktur-Upgrades zu vermeiden.

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Funktionen einer cloud-native App in der Regel als Microservices programmiert werden, die untereinander kommunizieren können. Als Ergebnis können Entwickler auf diese einzeln zugreifen und eventuelle Bugs beheben, oder eben neue Updates ausrollen, ohne dass dabei Downtime entsteht. Des weiteren sind die entwickelten Funktionen bei der Programmierung weiterer Applikationen beliebig wiederverwendbar.

Services einer cloud-native App werden anschließend in Container verpackt, was wiederum zur Optimierung im Betrieb führt: Container verbrauchen viel weniger Ressourcen und starten deutlich schneller als virtuelle Maschinen. Während dies bei VMs bis zu einigen Minuten dauern kann, können Container in wenigen Sekunden gestartet werden.

Da die Entwicklung und der Betrieb von cloud-native Applikationen eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Entwickler- und dem Operations-Team voraussetzt, treibt dieser Ansatz gleichzeitig auch die Einführung von DevOps-Prozessen voran, wodurch die Entwicklung und das Ausrollen neuer Applikationen eine ganz neue Dynamik bekommt.

Cloud Infrastruktur als strategische Entscheidung

Immer mehr Unternehmen treffen die strategische Entscheidung, eine (Hybrid) Multi-Cloud Strategie zu verfolgen: denn mit einer Infrastruktur, die aus einer Kombination von bare metal, Public- und Private-Cloud Umgebung besteht, können Unternehmen das Beste aus diesen Welten ziehen. Diese Vorteile sind in fast jeder Abteilung im Unternehmen zu spüren: sie können nämlich sowohl zu Kostenersparnissen führen, das Kundenerlebnis steigern oder bei der Erfüllung behördlicher oder unternehmenseigener Sicherheitspolicies unterstützen.

Sehen wir diese Vorteile anhand eines konkreten Beispiels an:
Im Fall einer sicherheitstechnischen Anforderung kann eine Hybrid-Cloud Aufstellung helfen. So können zum Beispiel Daten und Dokumente je nach Dateityp oder anderen Anforderungen im eigenen Rechenzentrum in der Private oder in der Public Cloud verteilt werden.

Darüber hinaus bringt eine Multicloud-Strategie auch monetäre Vorteile mit sich. Das "Pay-as-you-go" Zahlungsmodell, das die meisten Cloud-Provider anbieten, macht es möglich, Ausgaben fest unter Kontrolle zu halten, indem Sie nur für die Ressourcen zahlen, die Sie tatsächlich in Anspruch genommen haben.

Hier ein kurzer Überblick zum Thema Hybrid Cloud von IBM:
 

Wie die beschriebenen Szenarien zeigen, Cloud ist keine Technologie vor der man sich fürchten muss. Ganz im Gegenteil: sie bietet bisher beispiellose Flexibilität und Skalierbarkeit. Unbestritten ist allerdings, dass zum erfolgreichen Einsatz ein gewisses Know-How vorhanden sein muss. Deswegen zahlt es sich aus, sich an einen Partner zu wenden, der die notwendige Erfahrung mitbringt und Sie auf dem Weg in die Cloud begleiten kann.

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